— 253—
Bruders Bitte, auf daß Du wenigſtens, Du nicht eines Geruͤchtes ferner erwaͤhnſt, das zwar gehaltlos zur Zeit, und auf einen fernen, viel⸗ leicht nie zu erſcheinenden Augenblick deutend, dennoch des Koͤnigs Widerſtand verſtärken moͤchte gegen den Willen der Nation, deren Stellvertreter Dein Bruder ſeyn wird, in ſo verwickelter vielſeitiger Sache. Nicht, Hippolyt, Du achteſt es Deiner unwerth, durch hoͤſiſche Zutraͤgerei die Spaltung zu mehren, die ob⸗ waltet in der Koͤnigsburg und in dem Reich, ſolltet Du auch dadurch Dein eigen Gluͤck be⸗ foͤrdern— Du wirſt andern das gehaͤſſige Amt uͤberlaſſen, den Samen der Zwietracht auszu⸗ ſtreuen zwiſchen Mutter und Sohn, zwiſchen dem Koͤnig und ſeinem Adel; wird es doch leider an ſolchen nicht fehlen, die es uͤberneh⸗ men! Gedenke des Wortes, das ein großer Roͤmer geſprochen: Es ziemet einem freien und tugendhaften Manne, das Anſtaͤndige dem Nuͤtzlichen vorzuziehen;— und trachte, daß Du, komme es dann wie es wolle, wenn auch unbegluͤckt, doch rein da ſteheſt, wenn nun die Verwirrung beendet.— Wie magſt Du auch dem Worte des Vertrauens, ausgeſprochen gegen


