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hat man mir genannt, Frau Königin, fuhr ſie langſam und nachdruͤcklich fort,— meinet Ihr, ich ſoll auf ſo mißliches Spiel mein Kind ſetzen, das Eimzige, was mir geblieben von ſo vielen Schaͤtzen?—— Nur einen Augenblic vedurfte die Mailaͤnderin, um eine ſchnell auf⸗ ſteigende Verwirrung ſpurlos zu unterdrucken, dann ſprach ſie mit heiterer Faſſung: Man hat Euch mancherlei geſagt, Prinzeſſin, wie ich ho⸗ re, aber ich meine, einer Dame von Euren Gaben nicht vorgrelfen zu muͤſſen in dem Ur⸗ theil uͤber deſſen Gehalt. Man hat der Herzogin von Mantua erwaͤhnt, und ich will nicht laͤug⸗ nen, daß es oftmals mein Wunſch geweſen,
daß die Tochter des Kaiſerhauſes, dem ich ver⸗ vunden bin durch Blutfreundſchaft und manche
Verpflichtung der zu fruͤh verblichenen Schweſßter, nachfolge auf dem Thron Unſers koͤniglichen Herrn und in ſeinem Ehebett. Doch iſt es lei⸗ der nur zu bekannt, und ungern geſtebt es die Mutter, daß ihr durchlauchtiger Sohn allzuſehr beherrſcht wird von ſinnlichen Trieben, und es ſtehet alſo nicht zu hoffen, daß die, welche Ihr genannt, obſchon eine Dame von ſehr hoher Geburt und ungemeiner Tugend, doch ſehr we⸗


