Teil eines Werkes 
2. Band, Hippolyt Boratynski : 2. Theil (1825)
Entstehung
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zweite noch lebt.— Eure Liebden werden uͤber⸗ zeugt ſeyn— ſprach Bona mit Hoheit—, daß Wir Euch nicht an Unſer Hoflager beſchieden ha⸗ ben, um die Zeit in muͤßigem Geſchwaͤtze zu ver⸗ geuden, das Euch und uUns, nachdem was vorgefallen, nicht erfreulich ſeyn mag, ſo es den ernſten Zweck verfehlt, den wir ihm geſetzt. Entſchlaget Euch alſo des Scheines einer Un⸗ wiſſenheit, welche Unſere koͤnigliche Sendſchrei⸗ ben laͤngſt ſchon beſeitigt haben muͤſſen. Die Welt, die ſo gern mit ungeuͤbtem Blick die Tha⸗ ten der Monarchen muſtert, mag manches ur⸗ theil uber uns faͤllen, wahr oder unwahr, doch hat noch nimmer Jemand an dem feſten Sinne Bona's Sforza gezweifelt. Wollet Uns daher unnutzer Wiederholung des Mitgetheilten uber⸗ heben und Eure Willensmeinung Uns unverho⸗ len eroͤffnen.— Auch ich— antwortete die Für⸗ ſin aufſtehend der nachfolgenden Bona— hoffe, daß Eure Gnaden, nicht alſo gering von mir denken, zu meinen, daß ich eine Zuſammen⸗ kunft mit Euch, mit Euch Frau Koͤnigin, de⸗ ren Anblick nimmer alte, kaum verharrſchte Wunden wieder aufreißen ſollte, gewuͤnſcht, ja daß Anna vyn Mazowien in ſolche gewilligt ha⸗