Teil eines Werkes 
2. Band, Hippolyt Boratynski : 2. Theil (1825)
Entstehung
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ter war, als drei Jahre. Der Knabe aber ging auf ihr Anſtiften hin zum Vater, der nun alt war worden und grau, und in ſeinem Lehnſtuhl ſaß beim Kruge, und ſich ergotzte an den Schwaͤn⸗ ken ſeiner Narren; kniete vor ihm nieder, faßte ſeine Hand und ſprach;„Bitte, allergnaͤdigſter Vater, moͤget den Großoheim losgeben, daß er ſpiele mit mir, und mir ſchenke allerlei Schoͤnes.“ — Es wußte aber der Knabe nicht, was er ſagte, denn er hatte es auswendig gelernt. Da hob der alte Fuͤrſt das ſchwere Haupt und hetzte ſein Söhnlein, ſprechend:„Dein Großoheim hat Uns auch geſchenkt manch ſchoͤnes Spielwerk, als das Land Smolensk und die große Stadt Pſtow; weil Du bitteſt fuͤr ihn, mag er frei ſein; nur wahre Dich, Junge, daß er Dir nicht wieder nehme, was er Dir gegeben.“ So vollbrachte alſo Jwan Waſilewiez eine That der

Menſchlichkeit, ohne es zu wiſſen; und es iſt auch wohl die einzige geblieben der Art, denn ſeit dem hat man dergieichen nicht vernommen von ihm. Drauf ging Herr Glinski nach ſieben⸗ zehnjahriger Haft hervor an das Tageslicht. und bald darauf oͤffneten ſich auch die Thuͤren unſe⸗ rer Kerker, und es ward befreit, was noch am

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