Leben war von den Freunden des Michgel; die Gebeine aber des Schleinitz, waren ſchon gebleicht im Winterſturm und brennenden Sonnenſtrahl. „Laſſet mich ſchweigen von der Freude und der Wehmuth, welche wir empfanden, als wir uns umarmten nach langer Einſamkeit im Ge⸗ faͤngniß; wie wir die Entſtellung erblickten in unſern Zuͤgen und die Spuren vieljaͤhriger Lei⸗ den. Als ich aber den Simeon Bielski gewahrte, und er mich, vermochten wir nicht zu ſprechen, und druͤckten uns ſchweigend die Hand. Einige Tage darauf erſchienen wir auf dem Kreml, uns dem alten Herrn vorzuſtellen, und nach moskv⸗ witiſchem Gebrauch zu danken fuͤr die gnaͤdige Strafe. Da erſahn wir Herrn Glinski, der neben dem Car ſtand, ganz vertraulich mit ihm ſprechend; denn das Alter hatte in beiden die Leidenſchaften erſtickt, und Zorn und Haß er⸗
raltet in ihrer Bruſt. Hilf Himmel, welche
Veraͤnderung gewahrten wir da. Wenige graue Haate umflogen das bleiche, runzelvolle Geſicht, um deſſen einſt ſo wurdevolle Stirn, um deſſen volle, waͤnnlich gebraͤunte Wangen ehemals dunkle Locken in reicher Fuͤlle fielen; ein ſeelenloſes Laͤ⸗ chein, das Laͤcheln des Sklaven, welcher abge⸗


