Teil eines Werkes 
1. Band, Hippolyt Boratynski : 1. Theil (1825)
Entstehung
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und Neffen zu empfehlen der Huld einer erhabe⸗ nen Blutsfreundin.Welcher Blutsfreun⸗ din? frug der Koͤnig raſch.Der Herr Staroſt hat die Ehre in naher Verwandtſchaft zu ſtehen mit der durchlauchtigſten Frau Bar⸗ bara."Mit der Koͤnigin? rief Siegmund, und jede Spur des Zornes ſchwand aus ſeinen Mienen.Eil ſo ſeyd mir willkommen, mein Herr Vetter aus Euern Moraͤſten von Pinsk, und bleibet zu Krakau, ſo lange es Euch gefaͤllt, am Hofe Eurer Muhme. Cospettin, die Ver⸗ wandten meiner Koͤnigin ſind auch die Meinigen, und nun gedenk ich auch, daß ſie Euch zugethan iſt mit Huld und Zuneigung.= Der Littauer, hetroffen und erfreut uͤber den ſchnellen Wechſel der koͤniglichen Laune, beugte ſich ſchweigend auf die Hand, die ihm Siegmund Auguſt leutſelig

reichte. Drauf fuhr der Koͤnig fort:Fuͤhrt

Euch vielleicht ein Wunſch in unſere Reſidenz, veſter Staroſt von Pinsk, ſo eroͤffnet ihn uns nur unverholen; Ihr wiſſet ja, daß man ſagt: Wer den Papſt zum Vetter hat, kann leicht Kardinal werden. Kein Verwandter der holden Barbara ſoll vergeblich bitten, wohlgemerkt um Billiges; dem Erzbiſchof Primas, dem Kmita,

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