Teil eines Werkes 
1. Band, Hippolyt Boratynski : 1. Theil (1825)
Entstehung
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und noch jemand zum Trotz. Lacki war im Bexgriff ſein Geſuch vorzutragen, da warf ihm der Herr von Krakow einen ſtrengen und misbilligenden Blick zu, alſo empfahl er ſich nur in wenigen allgemeinen Worten der Gnade ſeines Herrn. Siegmund Auguſt aber hatte den Blick des Großfeldherrn bemerkt; eine leichte Röthe trat auf ſeine Wangen, er ſchaute eine Zeitlang vor ſich nieder, dann ſagte er mit einem unterdruͤckten Seufter:Nun, wir ſehen Euch ja wohl oͤfter, Herr Lacki, und fuͤgte darauf wieder laͤchelnd hinzu:ich muß Euch jetzt ver⸗ laſſen, Herr Großfeldherr; welſche Tonkuͤnſtler laſſen ſich heut Abend hoͤren bei der Koͤnigin Mutter, und ſie begehrt ich ſolle dabei ſeyn. Wollte Gott, ſie begehrte nicht andere Dinge, aber da trifft die Sichel auf den Stein. Ich hoffe, Ihr kommet heruͤber auf das Schloß, und bitte Euch ſehr darum, ich habe von mancherlei Dingen mit Euch zu ſprechen.

Darauf gruͤßte der Koͤnig anmuthig die beiden Herren, und ſchluͤpfte ſchnell zur Thuͤr hinaus, die Begleitung des Kaſtellans ablehnend. Bald nachher wollte ſich auch der Herr von Pinsk entfernen, doch der Großfeldherr lud ihn