4
der Kathedrale zur Vesper gelaͤutet; vergoͤnnet daher, daß ich Euch nun gute Nacht ſage und gehe mich in Bereitſchaft zu ſetzen auf morgen, falls Ihr noch geſonnen ſeyd mich nach dem Hoch⸗ amt dem jungen Koͤnig vorzuſtellen, den ich mich freue zu ſehen in meinem Leben zum erſten Mal.“
Der Großfeldherr der Krone dankte ihm freundlich fuͤr den erſtatteten Bericht und meinte, er werde ihm das Ende nicht erlaſſen, ſondern morgen ihn mahnen, wenn der Hof aus einander gegangen.
Da toͤnten Schritte in dem Vorgemach des Palaſtes zum heiligen Chriſtophor wie von Eilen⸗ den, und eine laute Stimme ließ ſich verneh⸗ men, welcher eine Zweite leiſe antwortete; der dienſthabende Edelmann des Grafen von Tarnow trat herein, nach einer tiefen Verbeugung die Fluͤgelthuͤren aufreißend. Dicht hinter ihm aber kam ein junger Mann von zwanzig und etlichen Jahren ohngefaͤhr, mittlerer Groͤße, doch fein und ſchmaͤchtig gebaut. Er war gekleidet in einen langen Rock von dunkelbraunem Sammt, uͤber welchen ein littauiſcher Mantel geſchlagen war, ein Baret von eben der Farbe, mit drei grauen Schwungfedern geziert, bedeckte ſein Haupt,


