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Ciaarenſtadt, es ſiaͤnde jetzt manches anders und beſſer.”
„Wohl,“ unterbrach Graf Johannes den Erzaͤhler,„„wohl war dieß der Wille des Koͤnigs und der Rath Konſtantins von Oſtrog, des lit⸗ tauiſchen Feldherrn; doch was vermag die wei⸗ ſere Einſicht gegen den Trotz des Adels, und die Zwietracht der Magnaten? So wie bei Euch war es im polniſchen Lager; lweier edlen Herren Feind⸗ ſeligkeit laͤhmte des Konigs Kraft, und das Heer ward entlaſſen. Kaum vermochte Herr Sieg⸗ mund ſo viel Soͤldner zuſammen zu halten, daß der Fuͤrſt zu Oſtrog und Stanislaw Kiszka ein⸗ ruͤcken konnten in das Land der Moskowiter, und Wiazma erobern. Zu ſiegen hat der Pole immer verſtanden, ſelten nur den Sieg zu benu⸗ tzen. Und wenn wird das anders werden?— Jetzt aber, Herr Staroſt von Pinsk wollet Euren Gaum erfriſchen, und ſo trink ich Euch zu auf das Andenken der Sieger am Dniepr, und die Vergebung der Schuldigen.“
„Ich danke Euer Gnaden fuͤr das Letzte,“ entgegnete Herr Lacki,„und thue Euch auf das Erſte von Herzen Beſcheid. Doch es iſt ſyaͤter Abend worden, und ſchon laͤngſt hat die Glocke
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