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guch an, daß er ihm Anſchlag gebe und guten Rath, was er beginnen ſolle mit dem Siegmund dem armen Koͤ⸗ nige von Polen, welchen er bald ge⸗ fangen haben werde mit ſeiner Hand voll Leute, ohne daß er mehr daran ſetze, als eine Vorwacht ſeines zahllo⸗ ſen Heeres.*) Kaiſer Maximilian ſagte dar⸗ auf den verlangten Beiſtand zu, und verhieß dem Czaar die Koͤnigskrone, ſofern es ihm ge⸗ laͤnge mit dem Polen, wieer gehofft. So verkauften die Moskowiter die Haut des Baͤ⸗ ren in blindem Uebermuth; es ſollte aber gar anders kommen und Herr Siegmund war beſſer bewahrt, als ſie meinten. Was nun geſchah iſt Euch bekannt, werther Graf zu Tarnow. Das Heer zog aus, gefuͤhrt von dem Fuͤrſten Glinski und den moskowitiſchen Feldhauptleuten, dem Jacob Zacharyn und dem Kniazen Daniel Stete⸗ nie. Der blutigſte Krieg begann. Doch will ich Euch nicht ermuͤden durch Beſchreibung des Graͤu⸗ els, der veruͤbt ward im Großfuͤrſtenthum Lit⸗
*) Die angeführten Ausdrücke befinben ſich woͤrtlich in dem Sendſchreiben des Czaars an den Kaiſer.
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