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Krieg. Es war Botſchaft gekommen von Lit⸗ tauen, der Koͤnig ſey im Begriff aufzubrechen von Brzese⸗Litewski, um dem Feinde zu begegnen, doch ſey ſein Heer nicht ſtaͤrker denn 25000, meiſt Ritterſchaft und Fußvolk der Krone, weil die Unruhen im Großfuͤrſtenthum den Adel deſſelben verhinderten dem Aufgebot ſchleunig Folge zu leiſten und in großer Anzahl. Da ſendete der Czaar vertraute Maͤnner ab nach Wien zu Maxi⸗ milian dem roͤmiſchen Kaiſer, durch die Vermitt⸗ lung Herrn Michaels, welcher ſchon fruͤher und auch von Ofen aus durch den Herrn von Schlei⸗ nitz ein Verſtaͤndniß geknuͤpft hatte mit dem ge⸗ waltigen und ſtaatsklugen Herrn zum Verderben ſeines Vaterlandes. Und er forderte den Kaiſer auf, zu thun wozu er nur allzu geneigt war, naͤmlich den Hochmeiſter zu unterſtuͤtzen gegen ſei⸗ nen Lehnsherrn den Koͤnig durch Unterhandlung und Geld und gewaffnete Mannſchaft, denn der Untergang Siegmunds des Erſten ſey vor der Thuͤr. Ferner bat der Großfuͤrſt den Kaiſer; daß er ihm die Wuͤrde ertheile eines Ko⸗ nigs aller ruſſiſchen Lande, welcheer, ehe der Herbſt heran komme, erobert haben werdemit dem Schwert, lag ihm


