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Macht und weltberuͤhmte Großmuth anzuflehen um Schutz gegen Bedruͤckung und Unbill.“— „Auch verheißen wir Euch ſolche,“ und Rache an Euern Feinden jeglichen Standes, denn da wir nun beſitzen den beßten Saͤbel in ganz Po⸗ len und Littauen, gedenken wir mit Gottes Huͤlfe und des heiligen Nikolaus ſchon fertig zu werden mit unſerm Bruder, dem Siegmund Koͤnig von Polen.“ Drauf bewillkommte auch Herr Waſil Lwowicz ſeinen Bruder, doch ſchien der um ein gutes Theil hochmuͤthiger geworden, begruͤßte auch uns andere nur mit einem vornehmen Kopf⸗ nicken. Schon ſelbigen Tages ward uns hinter⸗ bracht, daß Fraͤulein Helena Waſilewna Glinska, das ſehr ſchoͤn war und klug und welches Herr Michael von Kind auf zaͤrtlich geliebt und erzo⸗ gen, habe dem großmaͤchtigen Czaar nicht we⸗ nig gefallen, und er koͤnne keinen Tag verleben ohne ſie und ihrem Vater.
So vergingen einige Wochen unter Feſten und Gelagen, die Glinski und alle, die mit ihm wa⸗ ren, wurden hochgehrt vom Grohfuͤrſten, ſo daß auch hier der Neid erwachte, und die Moskowi⸗ ter begannen ſcheel zu ſehen uͤber die Fremdlinge. Waͤhrend dem aber ruͤſtete man ſich eifrig zum
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