Teil eines Werkes 
1. Band, Hippolyt Boratynski : 1. Theil (1825)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

284

zugedraͤngt, und das Maͤdchen lange mit tuͤckiſchen Augen angeklotzt; bei den letzten Worten aber ſchlich er leiſe hinaus zur Thuͤr. Die Anna ſprach: Seyd großmuͤthig, Herr Lacki, und ſpottet mein nicht ſo. Wohl reuet es mich, daß es nicht anders gekommen; aber Ihr wißt, ich bin arm, und der Vater hat es ſo gewollt. Da hat ihm nun der Herr Großmarſchall das Doͤrflein gege⸗ ben, wo wir wohnen hinterm Wald, und mir verheißen zum Feſt des heiligen Woyriech ſeinen Unterſtaroſten*) zum Mann. Aber wo kommt Ihr her mit ſo großem Gefolg und reiſigem Zeug, gnaͤdiger junger Herr von Kijow?" Indem ſie ſprach, oͤffnete ſich die Thuͤr, und der Tuͤrk fuͤhrte den Fuͤrſten herein, mit einigen andern. Herr Michael naͤherte ſich dem Maͤdchen, einige ſeiner Leute griffen den Wirth des Huͤttleins und ſein Weib und fuͤnf ſchreiende Kinder, banden ſie und warfen ſie in den Stall. Mich aber nahm der Fuͤrſt Waſil Glinski unter den Arm auf ei⸗ nen Wink ſeines Bruders, und fuͤhrte mich hin⸗ ab an den Strom, weit weg vom Hauſe, um,

* Unterſtaroſt, Verwalter auf Staroſtei⸗Gütern und andern großen Beſitzungen; er übte zugleich eine Art niedere Gerichtsbarkeit aus.