Teil eines Werkes 
1. Band, Hippolyt Boratynski : 1. Theil (1825)
Entstehung
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Goldſtuͤcken auf das tode Thier:—„Hier haſt Du Dein Suͤndengeld, Jud; es ſind vierhundert Dukaten, nun mache daß Du fort kommſt, ſonſt

laß ich Dich haͤngen!— Und der Ebraͤer packte gierig den Geldſack und wollte fort, da beſann er ſich wieder, zaͤumte, ſcheu umher blickend, doch mit großer Schnelligkeit den Roßleichnam ab, nahm den Zaum und den Beutel, druͤckte ſie ſchmunzelnd an die Bruſt, und draͤngte ſich haſtig durch das Volk, welches ihn lachend durch⸗ ließ. Doch, Herr Michael, außer ſich vor Wuth, rief mit donnernder Stimme:„Den Schimpf ſollſt Du mir bezahlen, ſchnoͤder Graukopf!"— und mit Blitzesſchnelle flog ſein Saͤbel aus der Scheide, und die Klingen ſeines Gefolges blink⸗ ten im winterlichen Sonnenſtrahl. Der Groß⸗ marſchall that ein Gleiches. Zwar war ſein Ge⸗ folge nur klein, aber das Volk ſammelte ſich um ihn, ein ſchrecklich Blutbad bereitete ſich.— Da

toͤnte uͤber den Markt ein Klingeln von Glocken,

und weiße Fahnen wehten daher uͤber die Koͤpfe des Volks, das die Muͤtzen ziehend, ehrerbietig Platz machte. Es erſchien eine Prozeſſion von Prieſtern, an ihrer Spitze das heilige Kreuz, ge⸗ tragen vor dem ehrwuͤrdigen Adalbert Tabor, dem