Teil eines Werkes 
1. Band, Hippolyt Boratynski : 1. Theil (1825)
Entstehung
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— 278— Biſchof zu Wilno. Und als ihn der Unterwoje⸗ wode gewahr ward, eilte er auf ihn zu, und umfaßte ſeine Knie, ſprechend zu ihm mit bit⸗ tender Geberde. Da lenkte ſich der Zug an den Ort, wo das Getuͤmmel war; wir ſtiegen vom Pferde, das Haupt entbloͤßend, obgleich viele unter uns waren vom griechiſchen Glaubensbe⸗ kenntniß, und der Biſchof trat in unſere Mitte, und der Kreuztraͤger mit dem Zeichen des Heils. —„Was muß ich ſehen?“ begann Adalbert Tabor mit gewaltiger Stimme:„ Bin ich unter Chriſten, oder ſind die Zeiten zuruͤck gekehrt un⸗ ſerer heidniſchen Vorvaͤter, daß die Edeln des Landes ſich bereiten Menſchenblut zu vergießen der gebenedeieten Jungfrau, gleich als feierten wir den hoͤlliſchen Sabbath des Pieklos?*)— Hinweg mit Euern Schwertern, Ihr Herren und Ritter!— In Eure Haͤuſer, Ihr Maͤnner des Volks!— Ich gebiete es Euch im Namen Got⸗ tes und ſeiner allerheiligſten Mutter!”“— Da verlief ſich die Menge, die Saͤbel ſenkten ſich nach und nach in die Scheiden, und der Groß⸗

*) Pieklos, der Gott der Hölle bei den alten Littautort, es wurden ihm Menſchenopfer gebracht.

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