kundete, waͤhrend eine gerade ziemlich, trotzige Haltung und das duͤſtre Feuer ſeiner Augen mit demſelben in ſonderbarem, beinah unheimlichem Widerſpruch ſtanden. Seine tiefen, ſcharf gezeich⸗ neten Zuͤge ſchienen von zahlloſen Leidenſchaften zerriſſen, die noch bisweilen unter dem Schnee des Alters emporloderten, ein Ausdruck haͤmi⸗ ſcher Schadenfreude und lauernder Tuͤcke verzerrte den bleichen, eingeſunkenen Mund, und eine graͤu⸗ liche Narbe, wie von dem Stoß eines Meſſers, vollendete den widrigen Eindruck dieſes Antlitzes. Er ſchien der dienenden Klaſſe anzugehoͤren, und trug unter dem Arm ein viereckiges, ſtark mit Meſſing beſchlagenes Kaͤſtchen, das einer Reiſe⸗ apotheke glich.—
Da wendete ſich Stephan Bielawski mit gro⸗ ber Wichtigkeit an den freundlichen Prieſter, und redete ihn an: Quomodo vales, Reverendis- sime, miror ut in frigidissimo tempõre Ves- tra Döminatio currät per Lassos et Gajos*)— Si vales, Stephane, ego valeo**)— verſetzte
*) Wie befindet Ihr Euch hochwürdigſter? Ich wundere mich, daß Ihr in ſo kaltem Wetter durch Buſch und Wald reiſet— Küchenlatein.—
**) Wenn Ihr wohl auf ſeyd, ich bin es.


