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zu leſen war, auch Andern Langeweile zu machen, dann glaubte ſie wieder, und das war in ſeinen lie⸗ benswuͤrdigſten Augenblicken, er halte es dem guten Ton angemeſſen, eine Dame beſonders auszuzeich⸗ nen, und wiſſe nur nicht recht, wie er es anfangen ſollte, an zwangloſere Geſellſchaft gewöhnt, denn das Geruͤcht von ſeiner Lebensweiſe war auch ihr zu Oh⸗ ren gekommen; bald ſchrieb ſie wohlwollend ſein ſon⸗ derbares Benehmen dem Spleen zu, aber gar nicht ſelten kam es ihr wieder vor, als unterfange er ſich, eine Art von Spiel mit ihr zu treiben, ein beleidi⸗ gendes ſogar, und dazu gaben ihr in der That die wunderlichen, oft ſcharfen Worte, und das ſeltſame, beinahe geringſchätzige Lächeln Urſach, mit welchen er der Dandy die Luͤckenhaftigkeit ſeines Ideenganges und ſeiner Unterhaltung, und den mangelnden Witz zu erſetzen glaubte. Kurz, Hugh Maltravers war ihr ein Räthſel, welches zu ergrunden ſie ſich jedoch nicht viel Muͤhe gab, an ſeine eigentliche Abſicht aber dachte ſie gar nicht, denn auf dieſe wieß ſein Betragen auch nicht im mindeſten hin, uͤbrigens entfernten ſie von ſolcher Vermuthung des Englän⸗ ders Perſoͤnlichkeit und ihre eigenen, wie ſie glaubte, ihm nicht unbekannten Verhältniſſe zu einem An⸗ dern.


