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mir meinen Theil, wie ich Euch den Eurigen gönne.—
Wie ſo herzlich, rief der Prinz, wie ſo herzlich gönnte ich Euch nicht alles Gute, Herr und Bruder, und lange Jahre Euch deſſen zu erfreuen!—
Ich glaube es, verſetzte Johann Georg mit Anſtrengung, aber in liebreichem Tone. Sind wir doch nicht Brüder allein geweſen, auch Ge⸗ ſpielen in der fröhlichen Jugendzeit und, ein Ein⸗ ziges ausgenommen, im Mannesalter ein Herz und eine Seele. Ja ich weiß, Bruder Auguſt wird mein nicht vergeſſen. Ich lege drum in ſeine Hand, was ich noch zu beſtellen habe in dieſer Welt. Die, welche nun bald meine Wittib hei⸗ ßet, wird ſich baldigſt über meinen Verluſt trö⸗ ſten, und ich habe nur die Bitte an ſie, ſte möge keinen Groll gegen mich bewahren, wie ich auch ohne Groll ſcheide; der Frau Mutter aber ſaget, ich ſei geſtorben als ihr ergebener Diener und Sohn,
und ſie möge mich in gütigem Andenken bewahren. Die kurſächſiſchen Lande lege ich an Euer Herz; ſeid ihnen ein treuer Vater und gnädiger Herr. Noch ein Wort höret von mir. Oftmals bin ich von Euch vermahnet worden zu fröhlichem


