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war ihm durch das ungemein zuvorkommende Weſen des Grafen von Beichling geworden, und zwar unerwartet; denn noch gar nicht lange war die Zeit vorüber, da der mehr als dreißigjährige Kam⸗ merherr und Hof⸗ und Juſtizienrath, der ältern Dame von Neidſchütz cavaliere serviente, den kaum zwanzigjährigen Pagen, welcher bei derſel⸗ ben übel angeſchrieben ſtand, ziemlich obenhin behandelte.— Er hatte ſeine Runde mit dem Fräulein von Keſſel beſchloſſen, bei welcher er, ein kleines billet doux des Verlobten Eleonorens von Bahreuth übergebend, dargethan hatte, daß, ob⸗ gleich nach den Worten der eben Genannten zum postillon de mariage aufgeſtiegen, er doch ſein altes Gewerbe als postillon d'amour nicht gänzlich nieder⸗ gelegt habe. Er kehrte in ſehr guter Laune zu⸗ rück, und nahm ſich, da es noch ſehr frühe am Tage war, vor, ehe er in der antecamera des Kurfürſten erſchiene, bei der Frau von Neidſchütz vorzuſprechen, theils um einer Pflicht des An⸗ ſtandes gegen die Baſe zu genügen, theils auch, wenn die Gelegenheit ſich darböte, ſie ein wenig zu myſtificiren; denn, was Niemand wagte, in die Mähne der alten Löwinn zu greifen, das glaubte er ſich unterfangen zu dürfen in der Keck⸗


