ſeinem gnädigſten Herrn, und überall hatte man ihn mit der Zuvorkommnung empfangen, die ihm bei dem weiblichen Theile ſeiner Bekanntſchaften ſeine Wohlgeſtalt bereitete, ſeine Gewandheit und vielleicht auch die Erwägung, daß der jetzige Kam⸗ merherr eine viel andere Perſon ſei, als der Kam⸗ merpage, und ein ganz taugliches Subjekt zu ei⸗ nem künftigen Ehegemahl; die Männer aber ge⸗ währten ihm eine ausgezeichnete Aufnahme als den gnerkannten Günſtling eines Prinzen, deſſen glänzende Eigenſchaften ihm die Achtung des Ho⸗ fes und die Liebe des Volkes bereits in hohem Grade gewannen. Die ohnehin nicht träge Selbſt⸗ genügſamkeit des Herrn Vizthum hatte durch der⸗ gleichen nicht wenig an Umfang zugenommen; er fühlte, er ſtehe auf einer nicht gemeinen Lauf⸗ bahn, und im Begriff, raſch darauf fortzuſchrei⸗ ten. Solche Erkenntniß war jedoch für den un⸗ ternehmenden, bei allem leichten Sinne umſich⸗ tigen, jungen Hofmanne nicht ſowohl eine Be⸗ fugniß, in augenblicklicher Befriedigung der Ei⸗ telkeit zu ſchwelgen, als nach den Früchten zu ſtreben, deren Blüthe ihn jetzt erfreute, und wirklich die Wichtigkeit zu erlangen, die man ihm beimaß. Die erſte Wahrnehmung dieſer Art
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