Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 2. Band (1832)
Entstehung
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ſten Herrn fürtreffliche sentimens! Wer wollte auch der Verheißung eines ſolchen Fürſten nicht vertrauen; wer wollte meinen, er werde zuge⸗ ben, daß ein unſchuldig Lamm als victrine ſei⸗ ner Neider und Widerſacher erblute? Da ich denn aber mit wahrhaftigem plaisir vernommen, daß meine Tochter der raison mehr Gehör gege⸗ ben, als ich vermeinte, wie denn die Jugend gern ein wenig mit générosité zu prahlen pfleget, ſo wolle Ihre Durchlauchtigkeit mir als einer Frau, die den Lauf der Welt kennt, und für⸗ ſichtigen Mutter gnädigſt pardonniren, wenn ich noch etzliche Worte über eine affaire ſpreche, welche mir ſo gewaltig als natürlich am Herzen lieget. Fern ſei es von mir, in Höchſtdero löbliche und gerechte intention auch nur den allermindeſten Zweifel zu ſetzen, jedennoch——. Wir dür⸗ fen des Nächſten uns der Wiederkehr des Durch⸗ lauchtigen Herzogs Friedrich Auguſt gewärtigen, und ob ich ſchon die erhabenen Qualitäten dieſes Herrn gebührend admirire, ſo läugne ich nicht, wie Höchſtderſelbe ſchon mehr denn Einmal dar⸗ gethan, er ſei nicht ſonderbar für Madame la Comtesse portiret. Nun rühmet hochbeſagter Prinz, obſchon unſtreitig nur in der confiance,