53—
nem Anbern noch imponiren mag, als meiner ſanftmüthigen Frau Tochter. Indeß das Ver⸗ trauen in Ihro Durchlauchtigkeit iſt gleicherma⸗ ßen ein kräftiges Heilmittel, und ich verhoffe, Höchſtdieſelben werden es fortificiret haben durch etzliche Troſtworte, damit es probat erfunden werde gegen den Geheimkummer, welcher, wofern mich die Kenntniß von dem Gemüthe der Katharina nicht betrüget, ſie dennoch wohl in ihrem In⸗ nern heget.
Ich ſage Euch, Madame, verſetzte Jener mit einiger Ungeduld, es hätte deſſen zwiſchen uns nicht bedurft; denn ſie weiß, daß das, was Ihr meinet, mein Wunſch iſt und mein Beſtre⸗ ben. Nicht ſie deſſen zu überzeugen, lag mir ob, aber den Widerſtand zu bekämpfen, den ich fand. Ihr Inneres lag offen vor mir, und ein Blick in daſſelbe erfüllte mich mit Freude. Es braucht keiner Erklärung zwiſchen mir und der Frau von Rochlitz, noch einer Mittelsperſon, mit Eurem Permiß, Madame; denn nichts Gehei⸗ mes hat ſie vor mir, weder Freud noch Leid, da ſie weiß, ich theile beides, wie ſie mit mir.
Schön, herrlich! rief die Gräfinn mit Pa⸗ thos. Wie ſehr charmiren mich meines gnädig⸗


