Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 2. Band (1832)
Entstehung
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dieſer Hofſtatt und im Lande, Euch zu läſtern; bei meiner fürſtlichen Ehre, ich will ihnen zei⸗ gen, daß Manche beſſer thäten, meinem theuern Schatz nachzuahmen in löblicher Sinnesart, als ſelbigen zu verläumden! Wer er auch ſei, rief er mit ſtolzer Heftigkeit, der Euch antaſte in Wort oder That, er ſoll meinen ganzen Zorn empfinden! Wenn ich für Euch bin, Katha⸗ rina, wer mag wider Euch ſein!—

WMit Nichten, mein Durchlauchter Herr und Freund, bat dieſe, die Gewalt vermag es nicht, die Meinung zu beſchränken oder gar ſie zu ver⸗ ändern. Nicht über offenen Unglimpf kann ich mich beklagen, vor welchem Euer Anſehen mich ſchützet und Eure Liebe; doch können ſie nimmer das freie Wort verſtummen machen, das dem Pfeile gleich im Fluge die Schuldbewuſſte verletzt, ſie können den Blick nicht abhalten, mit dem ſelbſt die geringe Frau auf mich herab ſieht in meiner Höhe. Laſſet mich ihnen zeigen, ich ſei nicht unwerth, daß man mich achte, laſſet mich ſelbſt durch tadellos Handeln und Wohlthat die Herzen wieder gewinnen, die ſich von mir abgewendet. Nur Eine hab' ich beleidigt an dieſem Hoflager, in dieſem Lande, ihren Haß