und Gehäſſigem zugleich, ſo konnte doch die Toch⸗ ter der mütterlichen Liebe oder Eitelkeit den Wunſch nicht verargen, ſie als die Gemahlinn Johann Georgs zu ſehen, einen Wunſch, der, obſchon unerfüllbar nach dem Urtheile ihres Verſtandes, dennoch im ſchwächern Herzen eine Freiſtatt fand. Aber heut', noch erregt von manch widrigem Wort, das der zornigen Mutter in ihrem Bei⸗ ſein entſchlüpft war, beſorgt gemacht durch die Erklärung derſelben, auf jegliche Weiſe ihre Ab⸗ ſicht durchzuführen, begleitet von manch räthſel⸗ hafter Andeutung, ahnte ſie irgend ein Unheil im Hintergrunde, und fühlte, es thue Noth, daß ſie das Herz aufſchließe vor dem Geliebten.
Ihr kommt alſo doch, gnädigſter Herr? fragte ſie mit anmuthigem Lächeln. Ihr kommt, die Glückwünſche, welche heut' Euch von allen Euern Unterthanen dargebracht werden, auch von der treueſten unter ihnen zu vernehmen?— Die ihrigen ſind nicht ſo geräuſchvoll, als die der Andern, ſetzte ſie hinzu, auf den fortwähren⸗
den Jubel des Volkes deutend, welches immer
noch das Schloß umringte, doch gehen ſie nicht minder vom Herzen.— Johann Georg IV., welcher wußte, daß dieſe Freudensbezeigungen


