Welt auf die glänzendſte und allein genugthuende Weiſe hergeſtellt zu ſehen, und die verzögerte Er⸗ füllung drücke ihren Geiſt danieder und nage an ihrem Leben. Nur zu ſehr hatte Johann Georg die oft trübe Stimmung der Freundinn bemerkt, und was von dem verletzten Bewußtſein herrührte, das in dem deutſchen Edelfräulein des 17ten Jahr⸗ hunderts in manchem Augenblick den gethanen Fehltritt ahnete, das ſie betrauern ließ, was ſie nicht bereuen konnte, ſchrieb er der Urſach zu, welche Frau von Neidſchütz ihm angab. Und wenn er dann in ſie drang, ſich ihres Kummers abzuthun und das Beſte von der Zukunft zu hof⸗ fen und von ſeiner Liebe, und ſie ſanft, aber mit Beſtimmtheit das Geſpräch wandte, ſo meinte er Zweifel an ihm in ihrem Innern zu leſen; nicht das, was es erfüllte, nicht die Scheu, an Eleonoren zu freveln, deren Bild oft anklagend vor ſie trat, nicht die Abneigung, der Mutter Vorgeben Lügen zu ſtrafen. Denn damals, in der guten alten Zeit, waren die Augen der Kin⸗ der noch kurzſichtig für die Gebrechen der Eltern, und wenn ſie ſich auch von dem Entwurfe der Gräfinn, Herzog Friedrich Auguſt betreffend, mit Widerwillen abwandte, als von Thörichtem
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