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tigen Tage ein neues wichtiges Hinderniß entge⸗ gengetreten ſei, und nach der Weiſe mehr tiefer als kräftiger Gemüther ſtellte er ſie der Folgezeit anheim, ſich von dem übergewicht ſeines Willens ſpät oder früh den Sieg verſprechend. Dennoch
konnte er kaum glauben, dieſer Aufſchub und die⸗
ſer Troſt werden ſonderlich nach dem Geſchmacke der gräflichen Matrone ſein, und ſo begab er ſich zögernd von einer ſtürmiſchen Scene mit aufge⸗ brachten Frauen dahin, wohin ſein Herz ihn zog,
in die Nähe einer andern aufgebrachten Frau,
wo ihm, wie er nicht zweifelte, eine nicht min⸗ der ſtürmiſche Scene bevorſtand.
Es gereichte ihm daher zu einiger Erleichte⸗ rung, als er, in das Gemach tretend, die be⸗ jahrte Dame nicht daſelbſt und ihre Tochter allein fand; doch mochte dies ſeine Befangenheit wohl vermindern, nicht aber ſie gänzlich verſcheuchen. Selten zwar war zwiſchen ihm und Katharinen die Rede von Dingen geweſen, welche ihr be⸗ ſcheidener Sinn niemals gefordert, und ihr Zart⸗ gefühl zu berühren vermieden hatte; die Mutter aber ermangelte nicht, häufig im Geſpräch ihn zu verſichern, die Gräfinn von Rochlitz lebe der Hoff⸗
nung, ihre Ehre in den Augen Gottes und der


