Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 2. Band (1832)
Entstehung
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Jener nicht gehört, ſondern Dir. Dieſes Kett⸗ lein deute die Bande an, mit denen Du es um⸗ ſchlungen; es iſt von meinem Haar geflochten, Du aber biſt keine Delila!— Da trennte ich gleichfalls eine Locke von meinem Haupthaar, und wand ſie in das ſeine, demſelben ſo ähnlich, daß ſie Eins ſchienen, wie wir ſelbſt, und ich ritzte mir den Arm, und verband mit ſeinem Na⸗ men den meinigen, auch geſchrieben mit mei⸗ nem Blute, und er rief: Johann Georg und Katharina unzertrennlich, ſo lange die Herzen ſchlagen, denen dies Blut entſtammet, unzer⸗ trennlich noch, wenn ſie im Tode erſtarren.— Wird es auch ſo ſein? fragte ſie ſich ſelbſt, wird das Leben uns nicht trennen? Im Tode doch, jenſeit des Grabes, unzertrennlich Johann Georg und Katharina!— Und nachdem ſie nochmals das Band mit dem Munde berührt, heftete ſie es wieder an die Stelle, da ſie es trug, verbor⸗ gen vor der Neugier übelwollender Gaffer; dann faltete ſie das Brieflein, und ſchloß es nicht mit dem Staatsſiegel, auf welchem der erlauchte Rautenkranz ſich in das Wappen der Neidſchütz verſchlang, ſondern mit einem kleinen Petſchier⸗ ring, welcher nach der deutlich einfachen Sym⸗ Die Frauen v. Neidſchütz. II. Bd · 3