Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 2. Band (1832)
Entstehung
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Aer

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kend, wie ſo unſcheinbar wäreſt du den Augen einer Herzoginn von Portsmouth, von Fontagnes, einer Marquiſe von Monteſpan, und wie alle

die Damen heißen, welche die Frau Mutter mir

als Exempel aufſtellet, und mit denen leider die Menge mich verwechſelt. Aber ſo verſchieden Du biſt von den reichen Gaben, die dieſe Frauen zur Schau tragen, ſo verſchieden iſt auch Dein Ge⸗ ber von denen, welche jene verliehen, ſo verſchie⸗ den bin ich von den Geprieſenen; denn wie ſie der Stolz und die Habſucht in die Arme altern⸗ der Monarchen zwängten, warf mich die Liebe an das Herz deſſen, der mir theuer geweſen wäre, hätte er das Licht in einer Hütte erblickt.— Sie ſchwieg eine Weile wie in Erinnerung ver⸗ loren, dann fuhr ſie fort: Ich darf Dich nicht mein nennen vor der Welt, wenigſtens jetzt nicht, ſprach an einem unvergeſſlichen Abend der fürſt⸗ liche Mann zu mir— o, nimmer wird er es dürfen!— Der Prieſter wird den Bund nicht ſegnen, den wir geſchloſſen vor Gott— und zürnet Gott nicht vielleicht dieſem Bunde? Den Ring ehelicher Treue darf die gefeſſelte Hand Dir nicht reichen; ſo nimm denn, was ich Dir geben kann, das Blut, dem Herzen entſtrömt, wel⸗