Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 2. Band (1832)
Entstehung
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Theil beſchieden, die Liebe, deren ſie entbehrt? Nicht die Krone ſchmückt mein Haupt, meine Hand ermangelt des Traurings; doch andere Pfänder hab' ich, mir theurer als die Demanten, welche die Menge mißgünſtig anſtaunt, Pfänder heilig bewahrt in geheimnißvoller Stille, und was werthlos wäre in der Meinung der Welt, darauf ruhet das Auge der Liebenden gern, unbe⸗ lauſchet von Zeugen, als auf einem Denkmale glücklicher Stunden, reich an Bedeutung!—

Indem ſie dieſe Worte ſprach, welche wir, abgehend von der Weiſe dieſer Darſtellung, ent⸗ kleidet von der entſtellenden Schnörkelei des Idioms ihrer Zeit, ſtreifte ſie den Spitzen⸗Ermel zurück, und knüpfte ein Band ab, welches den Arm bei⸗ nahe unter der Achſel umſchlang. Nur von ro⸗ them Saffian war das beſcheidene Schmuckſtück, von einem einfachen goldenen Schloſſe zuſammen gehalten, und als ſie es vor ſich ausbreitete, er⸗ ſchien als ſein Inhalt nichts, als ein Kettlein von dunkelbraunem Haar geflochten, und auf wei⸗ ßem Seidengrunde röthlich ſchimmernde Schrift⸗ züge.

Du, mein theuerſtes Kleinod, ſprach ſie, es mit anmuthigem Lächeln an die Lippen drük⸗