Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 2. Band (1832)
Entstehung
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hann Georgs Thränen folgen mir in die Gruft.— Möge Er glücklich ſein als Regent, als Haus⸗ vater, als Haupt ſeines erlauchten Geſchlechts; möge es neu aufblühen und ſtolz in Seines Bru⸗ ders Nachkommenſchaft; es wird mich erfreuen und nicht betrüben; keine Klage wird Seine Zu⸗ friedenheit mindern, die auch die meinige iſt; Er ſtehe, ein ſtarker, Schutz bietender Baum, umringt von edeln, ihm verwandten Bäumen, ſo es dem Epheu nur geſtattet iſt, daß er ſich um ſeinen Stamm ſchlinge.— Die Mutter ſagt, und Andere deuten an, was heute ge⸗ ſchehen, ſei ein Unglück oder wohl ſogar ein Un⸗ recht, mir zugefügt. Sie kennen mich nicht, nicht Ihn; welches Recht iſt denn das Meine? Mag ich bedauern, was ich nicht gewünſcht?— Nicht gewünſcht? ſo darf ich nicht ſagen, aber was ich nicht gehofft, obſchon Sein Wille mir es ver⸗ hieß; denn mächtiger als der Wille ſelbſt eines erlauchten Hauptes iſt das, was die Welt Ver⸗ hältniſſe nennt. Welche Unbill iſt mir geſche⸗ hen? Hab' ich nicht, was ich erſehnt, was ich erkauft freilich um hohen Preis, doch das Einzige, wofür ich Ihn dahin gab? Bin ich nicht glück⸗ ſelig als die Kurfürſtinn ſelbſt, ich, der das beſte