ſer Zeitlichkeit abgerufen werden vor dem künf⸗ tigen Herrn und Gemahl, ſo weine Derſelbe denn wenigſtens am Paradebett Seiner Kürfürſtinn.
Kurfürſtinn? wiederholte das Fräulein, mit träumeriſchem Lächeln das Haupt wiegend. Ich glaube es nicht. Daſſelbe Gefühl ſagt mir, mein Schickſal werde ein ganz anderes ſein, und dem übel werde das Glück nicht entſprießen.
Schickſal? fuhr Jene wiederum ereifernd auf. Ich bin Ihr Schutzengel, meine Gute, und weil ich das bin, ſo ſoll Sie Kurfürſtinn werden, verſtehe Sie wohl, und muß es wer⸗ den, trotz Ihren Reverien, die auf die Länge ganz insupportable ſind.
Da Katharine nicht antwortete, trat ihre Mutter zu ihr zu dem Fenſter des Eckzimmers, an welchem ſie ſich befand, und das die Ausſicht auf einen kleinen Vorplatz gewährte, welcher den Ziergarten von dieſer Abtheilung des Schloſſes ſchied. Mein Kind, begann ſie in gemäßigterer Weiſe, damit Ihr nicht etwa glaubet, ich be— gründe meine Projekte lediglich auf ſolche myſte⸗ riöſe Dinge, die allerwege mancherlei Explicatio— nen unterworfen ſind; ſo haltet Euch verſichert, daß ich das Natürliche, welches zu unſerm Vor—


