und nicht ſelten begleitet von ſchlimmer Abſicht, wie es bei jener Spanierinn ſein mag, die ich ungern unter Eurer Protection ſehe, Madame, deren Aufenthalt bei Euch bereits ſeltſame Reden veranlaſſt, und einſtmals, fürchte ich, Euch großen Verdruß und Unheil bereiten wird.
Mit ſtolzer Selbſtgenügſamkeit verſetzte die Matrone: Es gefalle Ihr, meiner expérience zu vertrauen, welche darüber zu judiciren verſte⸗ het, wozu die Leute zu gebrauchen ſind, und ſelbige demnach zu placiren. Das Geſchwätz der populace achte ich nicht, und ſtatt Unheil denke ich von erwähnter Perſon mäncherlei Nutzen zu haben; denn auch ein ſchlechtes Kraut mag taug⸗ liche Ingredienz liefern für den geſchickten Scheide⸗ künſtler.
Auch ein giftiges? fragte die Tochter— und nach einer Pauſe ſetzte ſie, wie halb zu ſich ſelbſt ſprechend, hinzu: Dem kann ich nicht Glau— ben beimeſſen, was von dieſer kommt, oder ſol— chen, die ihr gleichen, aber wohl dem Gefühl, das mir zuraunt, nicht ich werde über Seinen Leichnam weinen. Sehr tadle ich es, fiel die Mutter ein, daß Sie ſich ſo trübſeligen Imagi⸗ nationen dahingiebet; aber ſollten ſolche wider Verhoffen in Erfüllung gehen, und Sie aus die⸗


