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zu gebenken, welche man mit Unrecht gering ach⸗ tet, habe ich es von meiner eigenen Kammerfrau, der ſpaniſchen Eſtevania, daß derſelben leibliche Mutter, die in geheimen Künſten wohl erfahren geweſen, Monseigneur einſt viel herrliche und große Dinge geweiſſagt, und unter andern lan⸗ ges Regiment. Wie aber ſollte er zu ſolchem ge⸗ langen bei des Herrn Lebzeiten? Zwar fügte be⸗ ſagte Perſon, welche, entre nous, etwas bei der Mutter profitiret, hinzu, ſolches werde nur eintreffen, wenn der Prinz einen gewiſſen peri⸗ culöſen Augenblick vermeide, welchen ſie den ſchwarzen nennet, und der ſich im Leben jegli⸗ ches Menſchen Einmal rencontriret; ſolches aber ſtehet, nach ihrem Andeuten, in Deſſelben ei⸗ genem Belieben. Auch mag berührter moment fatal allbereits paſſiret ſein; denn des Prinzen aventurirender Humor hat Ihn ſchon mancher Fährlichkeit bloßgeſtellet.
Ich traue ſolch dunkeln, unheimlichen Wor⸗ ten nicht, ſprach Katharina, mehr mit ihrem Gefühl als mit ihrer überzeugung einen Wahn beſtreitend, dem ſich gänzlich zu entziehen der Geiſt der Zeit auch ihr nicht geſtattete. Verdäch⸗ tig ſind ſie, wie die Quelle, aus der ſie kommen,


