ja von dergleichem betrübten Vorfalle nur als von etwas Möglichem, obſchon Manche deſſen Eintritt für wahrſcheinlich halten. Trachte die Frau Tochter nur die Zeit wahrzunehmen, wie ſie iſt, oder wenigſtens die Gaben nicht zu ver⸗ ſchmähen, welche ſothane Periode Ihr offeriret, das Andere mag denn, wie ſie nicht unbillig ver⸗ meinet, der Zukunft anheim geſtellt bleiben und anjetzo ruhen.
Die Gräfinn von Rochlitz hatte die Entſchul⸗ digung, die in dieſer Rede lag, überhört und die Schlußworte derſelben; Eines nur traf ihr Ohr und ihr Herz, und ſie rief mit Beklemmung: Und warum hält man den Tod des Kurfürſten für ſo wahrſcheinlich? Genießet Er nicht jetzunder der beſten Geſundheit?
Allerdings, entgegnete die Altere der beiden Damen, bemerkt man allgemein und ich insbe⸗ ſondere mit größtem content des gnädigſten Herrn fürtreffliches Anſehen, welches unſtreitig von dem Umſtande herſtammet, daß es Ihm gelungen, ſich von Seinen Hausplagen zu liberiren, und doch, ſetzte ſie kopfſchüttelnd hinzu, giebt es Pro⸗ phezeihungen, den Kurfürſten betreffend, und auch den Prinzen.— Anderer ſolcher Dinge nicht


