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niglich behagen mag, wie mit aller Sincerität zu geſtehen, auch mir, den er in die Dienſte eines andern Potentaten zu treten gemüßiget.—
Gewißlich— verſicherte die Gräfinn mit ei⸗ nem andächtigen Blicke zum Himmel— gewiß⸗ lich bin ich eine gute Chriſtinn und Bekennerinn der lutheriſchen Lehre, danke aber dennoch dem Himmel, daß hieſiger Hof und Reſidenz nicht, wiewohl manche Leute ſich um deshalb bemühen, angeſtecket ſind mit Bigotterie und religiöſer Streit⸗ ſucht, welche man billig denen Dienern des Wor⸗ tes überläſſet, als denſelben Metier, indem au contraire denen Welt⸗ und fürnehmen Standes⸗ Perſonen andere Affairen obliegen.—
Der Freiherr erwiederte nur mit einer be⸗ ſtätigenden Verbeugung dieſe Worte, welche eine der vielen Anſpielungen auf die Kurfürſtinnen enthielten, die Frau von Neidſchütz im Munde zu führen pflegte; dieſe aber ſprach: Nun weiter, Herr Baron, ſo es Dero gefällig iſt.—
Der Erbprinz von Brandenburg-Culmbach oder Bayreuth, Herr Georgius Wilhelmus— begann der kaiſerliche Geſandſchaftkavalier ſeinen Spruch von Neuem, die Dame aber fiel ihm mit einiger Ungeduld in das Wort: Der Erbprinz iſt


