Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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Franke iſt ein Fürſt von löblichen Gaben, wel⸗ cher in allen Dingen ſeinem ehemaligen Vor munde nachtrachtet, dem großen Kurfürſten von Brandenburg, alſo daß er gleich ſelbigem ſeine Lande in ſtarken Flor gebracht, welches billiger⸗ maßen zum Theil der Aufnahme zugeſchrieben werden muß, die Höchſtderſelbe nach dem Exem⸗ pel des beſagten Fürſten denen franzöſiſchen Re- fugiés angedeihen laſſen. So wie aber oftmals an einem Orte nicht durchaus perfekt erfunden wird, was man am andern dafür erkennet, ſo iſt es auch hier; in Brandenburg, wo der Hof zu Berlin ſich bereits zur calviniſchen Irrlehre bekennet, und wie zu geſchehen pfleget, die Un⸗ terthanen in die Fußtapfen Serenissimi treten, verurſachet ſolch Erſcheinen der Reformirten keine Inkommodité; in denen Culmbachiſchen Lan⸗ den jedoch, allwo man dem evangeliſchen Worte Lutheri zugethan, ſiehet man dieſe Einwanderer nicht mit ſo gänzlich favorablem Auge, ſintemal inſonderheit die Genannten ſich ziemlich aller Fa⸗ briken und ſonſtiger Induſtrie bemächtigt haben, alſo daß die Eingebornen nicht ohne Jalouſie auf die Faveur ſchauen, in welcher mehrberührte Fremd⸗ linge bei des Herrn Markgrafen Durchlauchtig⸗ keit ſtehen.