Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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einer Geberde, als wolle er augenblicklich ſein Gebot ſelbſt vollführen. Eleonore Magdalene ſchrie auf und ſtreckte, wie zur Vertheidigung, beide Hände vorwärts; eine derſelben ergriff krampf⸗ haft des Gemahls Degen, und als dieſer in wie⸗ derkehrender Beſonnenheit ſich zurückzog, blieb die Waffe, von der Scheide entblößt, in ihrer Hand. Dieſer Anblick entflammte den Ingrimm des Kurfürſten aufs Neue, er entriß das Eiſen der ſchwachen Rechte, und es in drohender Weiſe erhebend, rief er: Widerſetzlichkeit, Madame? wahrlich, ich werde ſie zu vertreiben wiſſen, und wenn es ſein muß, durch Gewalt!— Hülfe, Hülfe! ſtöhnte die Kurfürſtinn, im Entſetzen vergehend, und im nämlichen Augenblicke ſtand Herzog Friedrich Auguſt betroffen zwiſchen den Beiden.—

Was ich ſehen, gnädigſter Herr?— fragte er athemloſer Bruſt— Bedenket Derſelbe auch, was Er thut?—

Wer wagt es hier, mich zu fragen?— entgegnete der ältere Bruder wuthſchäumend.— Ihn, Prinz, frage ich, was Denſelben zu ſol⸗ cher Stunde zum Zimmer ſeiner Schwägerinn führt?—