Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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Langeweile fort und fort ſchärften, und die der Zu⸗ ſpruch ihrer Schwiegermutter abzuſtumpfen nicht geeignet war. Mit aller Herbe ihrer religiöſen Grundſätze und ihres Gemüths hatte Anna von Dänemark zur jüngern Kurfürſtinn geredet; ſie hatte die Untreue ihres Gemahls in das grellſte Licht geſtellt, ihre Nebenbuhlerinn und die Mut⸗ ter derſelben mit den dunkelſten Farben geſchil⸗ dert, die Gefahren, welche ſie von dieſer Seite bedroheten, in wenigſtens nicht verringertem Maßſtabe und Zahl hergerechnet, und ſie aufge⸗ fordert, der bisherigen leidenden Geduld entſa⸗ gend, ſich mit ihr zu offenem Angriff gegen

den Kurfürſten und die Frauen von Neidſchütz

zu verbinden.

So war es ihr gelungen, in der gemeinig⸗ lich nur weinenden und klagenden Schwieger⸗ tochter eine Bitterkeit aufzuregen, welche, ob⸗ gleich bereits vorhanden, doch bis jetzt unterdrückt geblieben war; und als ſie dies vollbracht, ent⸗ fernte ſie ſich ſelbſt zufrieden, um in den Kampf zu gehen, deſſen wenigſtens ſehr zweifelhaften Ausgang wir geſehen haben. 2

Die Gedanken, welche ſie Eleonoren Mag⸗ dalenen zurückließ, trugen nicht viel dazu bei,