Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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und majeſtätiſchen Schrittes nach den Gemächern der regierenden Frau. Ich erwog bei mir, was ich geſehen und gehört, und beſchloß, dieſes mei⸗ nem gnädigſten Prinzen pflichtſchuldigſt zu rap⸗ portiren; aber indem ich noch nachſann, ward mir die hohe Gnade, Ihro Durchlauchtigkeit in höch⸗ ſter Perſon zu begegnen.—

Nach kurzem Nachdenken fragte der Prinz: Der Kurfürſt befindet ſich demnach bei meiner Frau Schwägerinn Liebden?— So iſt es,— antwortete Bartholomäus— und wenn ich wa⸗ gen darf, alſo zu judiziren, nicht in der aller⸗ huldreichſten Dispoſition.—

Herzog Friedrich Auguſt ſprach nach einer abermaligen minutenlangen Pauſe in ſeiner ge⸗ wohnten leutſeligen und muntern Art: Ich danke Dir für Deinen Rapport; auch mag ich noch in Deiner Schuld ſein, denn obſchon Du nie⸗ mals ſonderlich viel getaugt, habe ich Dich für Deine Dienſte doch wohl allzuſchlecht belohnt mit der bewußten Hand Deiner Frau. Ich werde Sorge tragen, daß ſie mir und Dir nicht mehr zu nahe komme; auch darfſt Du anderweit auf meine Clemenz rechnen und gnädige Protection.—

Mit welcher unterthäniger Ehrfurcht— ver⸗