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Die Dienſtpflicht, gnädigſter Herr,— ver⸗ ſetzte der ehemalige Leibbarbier— Die Dienſt⸗ pflicht und mein Unſtern; die erſte zwang mich, die Befehle Ihro Excellenz von Neidſchütz einzu⸗ holen zum Rendez- vous, das nach der über⸗ morgenden Jagd draußen angeſetzt iſt, und mein Unſtern ließ mich meiner Frau begegnen, der ehr⸗ baren Eſtevania Levas.—
Sprich mir von dem Weibe nicht,— ent⸗ gegnete Herzog Friedrich Auguſt im Tone des Unwillens, und es ſchien, als erfaſſe, die Rö⸗ the von ſeinen Wangen ſtreifend, ihn ein inner⸗ liches Schaudern.
Bartholomäus murmelte, den Kopf ſchüt⸗ telnd, vor ſich hin: Es ſcheinet, als ob der gnä⸗
digſte Herr meiner Ehegattinn nicht gänzlich die höchſte Affection bewahrt habe, welcher Höchſt⸗ derſelbe ſie einſt gewürdiget; doch kann ich ſagen, daß ich geringer Mann in ſolcher Sinnesän⸗ derung mit Eurer Durchlauchtigkeit gewiſſerma⸗
ßen harmonire, halten zu Gnaden, obſchon ich dieſes theure Pfand aus Dero höchſteigenen Hän⸗ den empfangen.—
Ich weiß,— entgegnete der Prinz halb⸗ lächelnd— daß ich Dir da kein ſonderlich Ge⸗
Die Frauen v. Neidſchütz. 1 Bd. 16


