Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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als er ſelbſt von ihnen gefeſſelt war, gar ſehr in ſeinen Augen an Bedeutung verloren, erhöheten jetzt in denſelben die Schuld des Kurfürſten, dem als Gatten nicht erlaubt ſei, was ihm, dem Un⸗ vermählten, wohl nachgeſehen werden könne. übrigens kannte er Johann Georgs verſöhnliches und tieffühlendes Gemüth allzu wohl, um nicht zu wiſſen, es werde ihm auch ohne dieſe Hand⸗ lung der Unterwürfigkeit leicht werden, ſeine Zu⸗ neigung wieder zu gewinnen; er war der Belei⸗ digte, Jener der Beleidiger, und ſo that er die⸗ ſen verdrießlichen Gang nur, weil die Frau Mut⸗ ter ihn anbefohlen, und weil er wußte, ſie werde die Scene, die er eben erlebt, mehr denn einmal erneuern, thäte er nicht nach ihrem Willen.

So ging er alſo mißmüthig und langſam durch die Gänge, in welchen die nach Frau Annens hausmütterlicher Ordnung ſparſam genährtenLam⸗ pen bei Annäherung der zehnten Abendſtunde nach und nach verlöſchten, als dieſelbe Geſtalt ihm be⸗ gegnete, welche wir vorher als unbemerkten Zeu⸗ gen der Worte Johann Georgs erwähnten. Der Prinz erkannte ſie ſogleich, und ſprach: Sieh da, Gobau, was führt Dich aus dem Garten⸗ palais hierher?—*