Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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daß dies Alles ende. Wahrlich, noch ehe der Mor⸗ gen tagt, ſollen die Frauen von Neidſchütz ge⸗ wahr werden, daß man nicht vergeblich auf die Magnanimität Johann Georgs von Sachſen baut, und der ganze Hof, daß hier Niemand Herr iſt als er! Gute Nacht, Hofrath, Graf zu Beich⸗ ling,— ſetzte er mit einem Kopfneigen hinzu, und die Thürflügel des Vorgemachs öffneten ſich auf das dreimalige gebieteriſche Klopfen des Re⸗ genten.—

Die Dienerſchaft der erſten e wich ehrfurchtvoll zu beiden Seiten bei ſeinem Ein⸗ tritt, und ſchauete dem ſchnell hindurch Schrei⸗ tenden neugierig nach, und befremdet durch die an dieſem Orte ſo ſeltene Erſcheinung; im zwei⸗ ten Vorgemach trat die erſte Kammerfrau der Kurfürſtinn ihm entgegen, flüſternd: Ihro Durch⸗ lauchtigkeit ſei bereits eingeſchlummert; Johann Georg aber antwortete nur durch eine befehlende Geberde, und ſchritt vorwärts zum Schlafzim⸗ mer Eleonorens.

Das ernſte und regelmäßige Antlitz des Ku fürſten trug ſelten ſehr bemerkliche Spuren deſſen, was in ſeinem Innern vorging; die Dienerinn

bemerkte nicht den unterdrückten Zorn auf der