Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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Dieſer hatte, als er im Unmuth von der kurfürſtlichen Wittwe ging, unwillkührlich ſeine Schritte nach dem Orte gelenkt, wo das Be⸗ dürfniß des Troſtes und der Erheiterung ihn hin⸗ führte, und vor allem eine Leidenſchaft, die ſich dem ernſten Gemüthe tief eingeprägt, und durch jeglichen Angriff, durch jegliches Hinderniß nur verſtärkt ward, dem Fichtenbaume gleich, der auf hohem Bergrücken ſeine Wurzeln um ſo tie⸗ fer in das Steingeklüft ſchlägt, als der Sturm ihn heftiger anfällt. Er fühlte ſich beruhigter durch den Bruch mit Annen von Dänemark, vor der Erziehung und Gewohnheit ihm, unerach⸗ tet ſeiner erhabenen Stellung, immerdar in ei⸗ ner gewiſſen Scheu erhalten, und durch die Wahr⸗ ſcheinlichkeit ihrer Entfernung von Dresden, wel⸗ che, da er nun einmal ſeinen Wunſch ausge⸗ ſprochen, trotz ihrer Abneigung, zu bewerkſtelli⸗ gen entſchloſſen war. Die regierende Kurfürſtinn, weit ſchwächeren Karakters als ihre Schwieger⸗ mutter, und längſt ihm völlig gleichgültig, ver⸗ urſachte ihm wenig Sorge; denn er war über⸗ zeugt, daß ſie, der Hülfe und Eingebungen Jener beraubt, ſich dem Unabwendbaren fügen, und in eine Einſamkeit zurückziehen werde, die ky⸗