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dünkte; Anna Sophia hielt ihn indeß zurück, hinzuſetzend: Noch Eins, mein Herr. Der Prinz hat vermeinet, die Manier, in der ich zu dem Kurfürſten geredet, ſei nicht die rechte, und mil⸗ diglichere Worte würden beſſer Statt finden. Mir ziemt es nun nicht, von meiner Manier abzu⸗ gehen, wohl aber Ihm. Es iſt nicht fein, daß die Sonne untergehe über dem Zorne zweier Brüder, der aber, welcher eben hinausging, er⸗ zürnt auf Ihn, iſt Sein älterer Bruder und Lan⸗ desherr, es geziemet Ihm dannenhero den erſten Schritt zu thun. Darum begebe ſich der Prinz ſtehenden Fußes zu Seiner Durchlauchtigkeit, ſich pflichtſchuldigſt zu excuſiren. Wenn ſolches geſchehen,— fuhr ſie mit etwas ſanfterem Tone fort— wird ſich Ihro Liebden verhoffentlich in Ihro Gemächer und zu Bett verfügen; denn in einer ehrbaren und chriſtlichen Hofhaltung ge— bühret es ſich nicht, die Nacht zum Tage zu ma⸗ chen, es ſei denn bei fürſtlichen Gaſtgeboten oder ſonſtigen Solennitäten.—
Herzog Friedrich Auguſt küßte die tene Hand der Frau Mutter, und verließ dann, nicht ſo ungeſtüm als der Kurfürſt, aber eben ſo raſch, das Gemach.


