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zuvor, einen Ort zu verlaſſen, wo die Anweſen⸗ heit des ſtummen Zuhörers ihm ſo unangenehm als überflüſſig ſchien; der Kurfürſt jedoch fiel mit erhöhter Bitterkeit ein: Warum ereifert ſich die gnädigſte Frau Mutter, warum heißet Sie den Prinzen ſchweigen, der doch Ihr getreueſter Alliir⸗ ter iſt und meiner Gemahlinn gegen mich? Nicht bei Ihr allein ſind die Klagen der regierenden Frau wirkſam geweſen, auch meinen Bruder ha⸗ ben ſie mir entfremdet, den Freund, den die Natur mir gab;— es müßte denn— ſetzte er mit finſterer Stirn und höhnendem Ausdruck hinzu— es müßte denn ſolchem Eifer noch ein anderer Grund unterliegen, und allerdings mag des Erblaſſers liebeloſe Ehe gar erſprießlich ſein für den nächſten Agnaten.—
Der Prinz fuhr mit heftiger Geberde empor, ein Wink Annens Sophiens indeß verwies ihn abermals zur Ruhe, und ſie ſprach mit aufge⸗ hobenen Händen weiter: Alſo ſo weit iſt es ge⸗ kommen, daß brüderlicher Unfriede einzieht in das Haus meines Herrn und Gemahls hochſelig? Hat es ſich denn alſo geändert ſeit den Zeiten weiland Herrn Georgs I., da vier fürſtliche Söhne in löblicher Eintracht beiſammen weilten? Ich


