Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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Protection übergeben, nicht nur eine große In⸗ sulte zugezogen, ſondern ſteht auch in Begriff, derſelben Reputation zu gefährden.—

Und wer,— fragte Friedrich Auguſt in ei⸗ niger Verwirrung— wer hat gewagt, das Fräu⸗ lein von Keſſel zu beleidigen, einer unſchuldigen Attention wegen, welche doch wohl nichts Be⸗ ſonderes an ſich hat, vom Bruder des regierenden Herrn einer Hofdame erwieſen?—

Wer anders,— berichtete ihn die Kanzlerinn mit großer Geläufigkeit und ſchneidendem Tone— Wer anders, als die Dame, welche hier Regen und ſchön Wetter macht, die den Splitter des Nächſten ſcharf cenſiret, trotz des eigenen gewal⸗ tigen Balkens, deren Hochmuth und Arroganz mit jedem Tage ſteiget, welche, allem Hofrang und Recht und Gerechtigkeit zuwider, nicht nur den Frauen der Generale vorangeht, ſondern ſo⸗

gar denen der Conferenz-Miniſter und wirklichen

Geheimeräthe, wer ſollte es anders ſein, als Ihro Excellenz, die Frau Gräfinn von Neid⸗ ſchütz?—

Wirklich?— verſetzte Herzog Auguſt ent⸗ rüſtet.— So gebührt ſich denn, daß man ſo⸗ thaner Excellenz eine kleine Lection ertheile über

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