— 208—
das, was ihr gegen einen Prinzen vom Hauſe obliegt.—
Gemach,— bedeutete ihn die Dame— gemach, gnädigſter Herr, es will ſich zwar zie⸗ men, daß Ihro Durchlauchtigkeit Parthei nehme für die arme Demoiſelle, welche gewiſſermaßen victime von Höchſtdero Générosité geworden, nur möchte eine allzulebhafte Petension das übel är⸗ ger machen, und einer Reputation ſchaden, für welche als Verwandte und Protectrice mir Sorge zu tragen gebühret.—
Beruhige ſich Madame von Frieſe,— fiel der Prinz ungeduldig ein— und ſei überzeugt, daß ich wiſſen werde, dem Fräulein und mir Sa- tisfaction zu verſchaffen.—
Ohne weiter auf die Ermahnungen zu ach⸗ ten, welche die Kanzlerinn noch hinzuzufügen für gut fand, verbeugte er ſich gegen ſie und nä⸗ herte ſich der Stelle, zu welcher ihn ſein Herz hinzog, der Seite des Saales nämlich, wo ſeine Mutter, umringt von ihrem Hofſtaate, ſich be⸗ fand. Sein Weg führte ihn an der Gruppe vorüber, die ſich um Johann Georg W. ver⸗ ſammelt hatte.
Seit jenem Ritte nach dem großen Garten


