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gegnete Auguſt— und nicht ohne Verwunde⸗ rung, ſintemal die Frau von Frieſe mir bekannt iſt als eine Dame von nicht geringer Einſicht und Reſolution. Weßmaßen ich denn glauben muß, es ſei kein geringfügiger Umſtand, der ſolche Alteration hervorgebracht; alſo möchte ich Dero bitten, mir denſelbigen zu communiciren, überzeugt wie Sie iſt von der diſtinguirten Pstime, welche ich nicht nur für Ihre eigene Perſon hege, ſondern gleichermaßen für den Herrn Kanzler und Dero ſämmtlichen Angehörigen.—
Die Dame erwiederte in gezogenem Tone: Allerdings iſt ſolche Höchſte Gnade und Protec⸗ tion ganz beſonders ſchätzbar für Monsieur von Frieſe; ſollte dieſelbe ſich jedennoch allzu ſehr auf unſere Angehörigen extendiren, ſo würde zu er⸗ wägen ſein, ob dies nicht zum Präjudiz berühr⸗ ter Perſonen gereiche.—
Ich verſtehe Dero nicht, Madame,— ver⸗ ſetzte der Prinz empfindlich.—
Und doch, gnädigſter Herr,— fuhr die Kanz⸗ lerinn mit mehrem Nachdruck fort— doch hat eine Gabe, welche zweifelsohne nur Höchſtdero Munificenz zuzuſchreiben, einer Demoiſelle ade⸗ licher Herkunft, welche von ihrer Familie meiner


