Teil eines Werkes 
9. Band, Die Frauen von Neidschütz : Novelle : 1. Band (1832)
Entstehung
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auch wähnet mit Unrecht, doch gewiß nur auf kurze Zeit jenem Wappen verbunden ſein wird.— Zwar minder heftig, aber immer noch mit Beſtimmtheit antwortete der jüngere Fürſt: Wolle Gott, daß mein Herr zahlreiche Nachkommen⸗ ſchaft erziele in rechtmäßigem und ebenbürtigem Ehebündniß mit meiner durchlauchtigſten Frau Schwägerinn; ich werde gern einer Hoffnung entſagen, die ich nie gehabt, aber den Kindern dieſer Neidſchütz weicht Friedrich Auguſtus von Sachſen nimmer!—

Den Söhnen der Kurfürſtinn weicht der nachgeborne Prinz!— verſetzte mit Würde der Kurfürſt, und abermals wollte Auguſt ſich entfernen, und abermals hielt Johann Georg ihn zurück.— Scheidet nicht ſo von mir, Herr Auguſt,— ſagte er mit trüber Freundlichkeit— höret erſt ein Wort von mir, ein ſeltſames zwar, doch ein gewichtiges Wort. Ich habe mehrmals meines nahen Abſcheidens erwähnt, und der Herr Bruder ſowohl als die Andern, gegen die ſolche Rede mir entfallen, halten derſelben Gegenſtand für eine Ausgeburt erregter Phantaſie, oder krank⸗ hafter wohl gar. Dem iſt nicht ſo; ſchon ſeit einiger Zeit wohnet beſagte Ahnung mir bei,