67
mir gemein mit Eurer Durchlauchtigkeit; denn ſie begründet ſich auf die Meriten unſerer beider⸗ ſeitigen Vorvordern. Zweierlei aber hab' ich vor Demſelben voraus: die Schlachten, die ich mit⸗ gefochten im Kaiſerlichen Heere, und die Freund⸗ ſchaft und Gewogenheit des römiſchen Königs, und beides wird mir Gehör verſchaffen bei Ver⸗ theidigung der Rechte unſeres Hauſes.—
Mehr denn einmal haben dieſe Rechte ähn⸗ liche Einſchränkung erlitten,— erwiederte Jo⸗ hann Georg— und deren unbefugte Behaup⸗ tung mag Jeglichem einen ſchlimmen Stand be⸗ reiten, ſei er auch Herzog zu Sachſen.— So iſt es denn wahr,— fuhr er plötzlich abgeſpannt und mit Wehmuth fort— ich habe keinen Freund mehr in meinem Geſchlecht, und der Bruder, in deſſen Armen ich ausruhen wollte von manchem Kummer, geſellt ſich zu meinen Gegnern. War⸗ um auch entrüſtet Ihr Euch? Schwerlich mag eine Handvoll glücklicher Tage, die mir noch blei⸗ ben kann, Euch ſchaden. Reichet Eure Hand einer fürſtlichen Gemahlinn, ich wünſche es, ich bitte Euch darum, und möge in Euren Spröß⸗ lingen die Raute fortgrünen, welche, wenn Ihr
—


